Saturday, November 1, 2014

thunder only happens when it's raining



- auf die fragen zum vorletzten post - 
- das "glashäuschen", dass mein kaktus (in diesem fall die kerze) bewohnt, habe ich tatsächlich einfach unter dem namen "kakteen-glas-haus" beim kaktusmensch meines vertrauens gekauft. aber ob das wohl der offizielle name ist?
- ich besitze einen fernseher, der steht allerdings im wohnzimmer/abstellraum. manchmal hole ich ihn hervor um einen film zu schauen...
- grandiose reisetipps werde ich euch wohl nur mäßig geben können, da ich ziemlich planlos unterwegs war. ich werd aber nochmal in mich gehen und schauen was sich lohnen würde zu berichten...
habt ein schönes freies wochenende


- dreams fleetwood mac -

Friday, October 31, 2014

Teutoburger Wald

... und so haben Kleinstädte ebenso ihren Charme wie die Großen. Egal auf welchem Weg man Münster verlässt, ist man schon in kurzer Zeit mitten im Grünen, lässt den Beton und Trubel für einige Stunden hinter sich und lässt sich von dem sanften Wandel der Natur verzaubern...


Neuer Zuwachs. Da ich echt keinen grünen Daumen habe, setzte ich nun all meine Hoffnung in Kakteen : )


Monday, October 20, 2014

Wednesday, October 8, 2014

Vietnam

Hallo ihr Lieben Menschen dort draußen!
Ja ich bin zurück aus Vietnam und ja, dass auch schon einige Zeit. Ich war die letzten Wochen (und bin es auch jetzt noch) ziemlich blogg- und schreibfaul. Viele andere Dinge bschäftigen mich zur Zeit und bedürfen meiner Aufmerksamkeit. Deshalb gibt es heute weniger Text, dafür mehr Bilder.
Es war eine schöne Zeit. Wir haben das Land vom Norden bis in den Süden hinunter bereist. Unglaublich viel gesehen und über das Land erfahren.
Es tat gut, nach langer Zeit mal wieder in eine Kultur einzutauchen, die sich so sehr von der unseren unterscheidet und sich immer wieder aufs neue begeistern zu lassen. 

Achja, meine Schwester ist auch wieder aktiv. Bei ihr gibt´s noch mehr Bilder unserer Reise zu sehen: www.kirschron.blogspot.com


















Thursday, July 31, 2014

Auf nach Vietnam!

Morgen fliege ich mit meinem Vater und meiner Schwester für ein paar Wochen nach Vietnam. Die letzten Wochen habe ich mit Vorbereitungen und vorallem mit dem Fertigstellen von Dingen verbracht die ich gerne vorher erledigt haben wollte, / wie zB. eine Hausarbeit abgegeben / um einen möglichst freien Kopf für die Reise zu haben. Dann kam noch das Unwetter Anfang der Woche hinzu, von dem das Münsterland recht stark betroffen war und unseren Keller unter Wasser gesetzt hat und einen Balkon über einem meiner Zimmerfenster irgendwie überfordert hat, sodass es durch Risse in meiner Zimmerdecke getropft hat / und dass nicht zu wenig! /. So gut es ging haben wir versucht das in Ordnung zu bringen, aber das wesentliche wird wohl in nächsten Wochen, wenn ich nicht mehr da bin, geregelt werden. 
So verbringe ich nun die letzten Tage bei meiner Familie und treffe die letzten Vorkehrungen. Gestern habe ich eine Kulturtasche genäht, etwas im Reiseführer geblättert und mit einer Vietnamesisch-App versucht mir ein paar Grundlegende Sprachkenntnisse anzueignen. Und das ist gar nicht so leicht, wenn man bisher nur Sprachen aus dem europäischen Raum gelernt hat. /So nebenbei erwähnt: In den letzten Wochen hat mich vor allem das Spanischfieber gepackt. Mit der App "Duolingo" lassen sich so einige Sprachen spielerisch lernen bzw. auffrischen/ 
Nun werde ich meinen Rucksack packen, mich mit der analogen Kamera befassen, die eben als Überraschung meines Freundes mit der Post kam und die letzten Stunden mit meiner Familie und Clementine genießen. Ich wünsche Euch einen wunderbaren, sorgenfreien Sommer wo auch immer ihr sein werdet. Alles Liebe & bis in ein paar Wochen!
Henna, eine in Indien entdeckte Leidenschaft. In Asiashops zu finden und eine wunderbare kreative Beschäftigung / sozusagen "to go" / für warme Sommertage am Kanal oder anderen schönen Plätzen.

Momente in Chiang Mai

Ein kleiner Bericht über meine Zeit in Thailand. Das Land des Lächelns das mich in seinen Bann zog.

Nach einer recht unangenehmen Erkrankung die mich Ende 2011 in Varanasi, Indien erfasste bin ich mit meiner Freundin nach Bangkok geflogen um dort in einem Krankenhaus wieder vollkommen zu genesen. Nach einer Woche im Krankenhaus stand ich wieder auf den Beinen. Als wir genug von dem Gewirr der Großstadt hatten und sich die Sandberge vor den Häuser wegen er nahenden Flut, die einen Großteil des Landes erfasst hatte, immer weiter türmten, machten wir uns auf in den Norden. Nach Chiang Mai, der größten Stadt des Nordens, in der meine Freundin vor einigen Jahren bereits einmal mehrere Monate verbracht hatte. Wir fanden dieses heimelige, familiäre Guesthouse, inmitten der Altstadt, fernab von jeglichem Trubel, dass uns die Größe der Stadt in der wie uns eigentlich befanden vergessen ließ. Meine Freundin machte sich nach gut zwei Wochen auf in Richtung Süden und ich blieb im Norden. Zusammen mit wunderbaren Menschen, die ebenfalls nicht nur zur raschen Durchreise und Sightseeing dort waren, sondern um dort einige Zeit zu leben. Viele von Ihnen waren nicht zum ersten Mal dort und kamen schon seit einigen Jahren regelmäßig hierher um Kurse, Workshops oder Weiterbildungen zB. im Bereich der Körperarbeit oder des Yogas zu machen. Ich wurde Zeuge emotionaler Wiedersehen von Menschen die sich geplant oder zufällig hier wieder zusammenfanden. Begegnete Menschen allen Alters und aller Nationen und doch verband uns alles etwas. Nicht zu vergessen der clevere Haushund "Loukmou" mit dem 7.Sinn, der einfach immer zu spüren schien wie es einem gerade ging. Das alles führte dazu, dass ich mich schon nach wenigen Tagen so heimisch und wohl dort fühlte, dass auch ich gar nicht mehr weg wollte. Von dort aus ließen sich wunderbare Tages bzw. Mehrerer-Tages Ausflüge zu Seen und Nationalparks in der Umgebung machen wo wir campten, dem Rauschen der Wasserfälle lauschten und das thailändische Essen genossen. Drei Monate blieb ich dort bis ich in ein Flugzeug nach Goa, Indien stieg.
Mein 21. Geburtstag fiel inmitten des dreitägigen Lichterfest Loy Krathong. Das vielleicht schönste Fest das ich je erlebt habe. Drei Tage lang war der Himmel der Stadt von emporsteigenden Lampignons überseht. Hinter jeder Kurve wurde man von einem noch eindrucksvolleren Anblick überrascht. Ein Lichtermeer, wie tausende tiefhängende Sterne.

Zum einen war es wohl die unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Thailänder, die mich so lange haben bleiben lassen. Zum anderen die wunderbaren und interessanten Menschen denen ich an diesem Ort begegnet bin. Menschen, die seit Jahren auf Reisen sind und Reisen Ihren Alltag nennen. Lebenskünstler, die ein Leben führen, von dem ich nicht wusste, dass es möglich sei. Sich von Kunst und Kurzzeitjobs finanzieren, die an einem Ort bleiben wenn er ihnen gefällt und dort irgendeine Aufgabe finden die ihnen Freude bringt. Moderne Nomaden, die alles was sie Besitzen in ihrem Rucksack mit sich führen und die Veränderung leben. Tag für Tag offen für das neue sind. Menschen, die ihre Inspiration im Reisen, in anderen Menschen und Kulturen entdecken und weitergeben. Die die Freiheit lieben und leben und sich ihre eigenen Gesetze machen. - Diese Umgebung und meine eigene Loslösung von Pflichten, Plänen und Ansichten darüber wie das eigene Leben zu verlaufen hat, hat mich für eine Zeit dieses Gefühl von Freiheit spüren lassen. Was es bedeutet den Augenblick zu leben und zu erfahren- sich keine Gedanken über Gestern und Morgen zu machen. Menschen völlig unvoreingenommen und offen zu begegnen und dasselbe von den anderen zu spüren. Zu merken, dass es keinerlei Bedeutung für das eigene Wohlbefinden hat, ob dass, was du tust, sich in deinem Lebenslauf gut macht oder ob es von der Gesellschaft anerkannt wird.

Nach meiner Zeit in Thailand verbrachte ich noch gute vier Monate in Asien. Sich nach dieser Zeit wieder in Europa, in Deutschland, in den alten Gebilden einzufügen, war mehr als schwer. Innerlich habe ich mich dagegen gesträubt und tue es auch heute noch immer ein bisschen und versuche mir meine Innere Freiheit zu bewahren. Das ist nicht immer leicht und bedarf eine Menge Mut, der Streckenweise auch immer mal wieder abhanden kommt und unerreichbar erscheint.

Sunday, July 13, 2014

Die Bereicherung einer Reise

Lange Zeit habe ich mir keinen neuen Dinge zugelegt und lange habe ich auch vom bloggen ferngehalten. Als ich vor gut drei Jahren nach Indien gereist bin, hatte ich nicht mehr als einen 25l Rucksack, eigentlich einen Tagesrucksack, bei mir. Meine Intention dahinter: nur mit dem notwendigsten auszukommen. Und das hat sich gut angefühlt. So gut, dass ich auch danach nichts daran ändern wollte und lieber Dinge, die ich bei meiner Familie untergebracht hatte, loswerden wollte, anstatt neue anzuhäufen. Das lag zum einen an dem guten Gefühl des "wenig Besitzen" und zum anderen an neuen Überzeugungen, die während meiner Reise entstanden sind. Dinge, zu denen ich früher keinen Bezug hatte und mit denen ich mich, aus dem Gefühl heraus, dass sie mich nicht beträfen, nie auseinander gesetzt hatte. In den neun Monaten, in denen ich Unterwegs war und die Welt mit neuen Augen zu sehen gelernt habe, habe ich ein anderes, wohl auch gesünderes Verhältnis zu Äußerlichkeiten entwickelt. Nach meiner Rückkehr war der Gedanke des massiven Konsums eher ein Graus als eine Freude für mich. Nicht nur von Shoppingtouren auch vom Schminken habe ich eine lange Zeit Abstand genommen. Ich habe auf dieser Reise gelernt, dass mein Aussehen nicht über mein inneres Wohlbefinden entscheidet und ich nicht abhängig von Dingen wie Kleidung oder Schminke bin. Und dass es ganze andere Dinge sind die mir wirkliches Wohlbefinden geben. Das soll nicht bedeuteten, dass ich mich früher einzig und allein über mein Aussehen und Kleidung definiert habe, sondern eher dass ich dem Ganzen einen anderen Stellenwert gegeben habe als es vielleicht immer gut für mich gewesen ist. Irgendwann war ich einem Punkt angelangt (und vielleicht geht es da manch einem von euch ähnlich), dass ich niemals ohne Schminke aus dem Haus gegangen wäre. Das war nichts worauf ich stolz war, sondern mich eher störte.

Nach mehr als drei Jahren der "Abstinenz" habe ich langsam begonnen mich wieder mit dem Thema Mode auseinanderzusetzen. Zu dieser Zeit habe ich Kleiderkreisel für mich entdeckt und bin absolut begeistert. Leider lassen sich aber auch Käufe bei den gängigen Ketten wie H&M und Zara, deren Arbeitsbedingungen miserabel und deren Stoffe oft voller Chemie stecken, nicht vollends vermeiden, wenn man nicht wie ein Trutchen aussehen möchte. Der Nachhaltigkeit und Moral wegen, versuche ich mich dort auf das nötigste zu beschränken und wenn möglich Dinge bei Kleiderkreisel, Ebay oder auf Flohmärkten zu erstehen. Nach den Erfahrungen meiner Reise fällt es mir aber deutlich leichter, unnötigem Konsum und Frustrationskäufen (meist um irgendetwas zu kompensieren), aus dem Weg zu gehen. Ich möchte mir keine Dinge kaufen, nur um bei einem Trend dabei zu sein, neue ausgefallene Bilder posten zu können oder um mich besser zu fühlen.
Kleidungsstücke, für die wir uns tagtäglich auf neue entscheiden, spiegeln unser inneres Befinden / unsere Stimmung wider, mit dem wir am Morgen in den Tag starten. Beeinflusst von zuvor erfahrenen Assoziationen & Inspirationen. In diesem Sinne ist Kleidung für mich Ausdruck des Inneren. Eine Form des persönlichen Ausdrucks, die ich nicht mehr missen möchte. Aber es tat mir gut, dies für eine gewisse Zeit getan zu haben. Wohl auch um die Wertigkeit des Ganzen für mich genauer zu hinterfragen und zu verstehen. Ich habe begriffen, das Kleidung ein Ausdruck meiner Kreativität ist, die ständig in Bewegung ist, immer neu entdeckt und in verschiedensten Formen ausgelebt werden möchte.


Rock - Ebay / Schmuck - Indien / Hose - Zara

Münsterland


Manchmal
Manchmal, wenn ein Vogel ruft
oder ein Wind geht in den Zweigen
oder ein Hund bellt im fernsten Gehöft,
dann muß ich lange lauschen und schweigen.

Meine Seele flieht zurück,
bis wo vor tausend vergessenen Jahren
der Vogel und der wehende Wind
mir ähnlich und meine Brüder waren.

Meine Seele wird Baum
und ein Tier und ein Wolkenweben.
Verwandelt und fremd kehrt sie zurück
und fragt mich. Wie soll ich Antwort geben?

Hermann Hesse