Thursday, July 31, 2014

Auf nach Vietnam!

Morgen fliege ich mit meinem Vater und meiner Schwester für ein paar Wochen nach Vietnam. Die letzten Wochen habe ich mit Vorbereitungen und vorallem mit dem Fertigstellen von Dingen verbracht die ich gerne vorher erledigt haben wollte, / wie zB. eine Hausarbeit abgegeben / um einen möglichst freien Kopf für die Reise zu haben. Dann kam noch das Unwetter Anfang der Woche hinzu, von dem das Münsterland recht stark betroffen war und unseren Keller unter Wasser gesetzt hat und einen Balkon über einem meiner Zimmerfenster irgendwie überfordert hat, sodass es durch Risse in meiner Zimmerdecke getropft hat / und dass nicht zu wenig! /. So gut es ging haben wir versucht das in Ordnung zu bringen, aber das wesentliche wird wohl in nächsten Wochen, wenn ich nicht mehr da bin, geregelt werden. 
So verbringe ich nun die letzten Tage bei meiner Familie und treffe die letzten Vorkehrungen. Gestern habe ich eine Kulturtasche genäht, etwas im Reiseführer geblättert und mit einer Vietnamesisch-App versucht mir ein paar Grundlegende Sprachkenntnisse anzueignen. Und das ist gar nicht so leicht, wenn man bisher nur Sprachen aus dem europäischen Raum gelernt hat. /So nebenbei erwähnt: In den letzten Wochen hat mich vor allem das Spanischfieber gepackt. Mit der App "Duolingo" lassen sich so einige Sprachen spielerisch lernen bzw. auffrischen/ 
Nun werde ich meinen Rucksack packen, mich mit der analogen Kamera befassen, die eben als Überraschung meines Freundes mit der Post kam und die letzten Stunden mit meiner Familie und Clementine genießen. Ich wünsche Euch einen wunderbaren, sorgenfreien Sommer wo auch immer ihr sein werdet. Alles Liebe & bis in ein paar Wochen!
Henna, eine in Indien entdeckte Leidenschaft. In Asiashops zu finden und eine wunderbare kreative Beschäftigung / sozusagen "to go" / für warme Sommertage am Kanal oder anderen schönen Plätzen.

Momente in Chiang Mai

Ein kleiner Bericht über meine Zeit in Thailand. Das Land des Lächelns das mich in seinen Bann zog.

Nach einer recht unangenehmen Erkrankung die mich Ende 2011 in Varanasi, Indien erfasste bin ich mit meiner Freundin nach Bangkok geflogen um dort in einem Krankenhaus wieder vollkommen zu genesen. Nach einer Woche im Krankenhaus stand ich wieder auf den Beinen. Als wir genug von dem Gewirr der Großstadt hatten und sich die Sandberge vor den Häuser wegen er nahenden Flut, die einen Großteil des Landes erfasst hatte, immer weiter türmten, machten wir uns auf in den Norden. Nach Chiang Mai, der größten Stadt des Nordens, in der meine Freundin vor einigen Jahren bereits einmal mehrere Monate verbracht hatte. Wir fanden dieses heimelige, familiäre Guesthouse, inmitten der Altstadt, fernab von jeglichem Trubel, dass uns die Größe der Stadt in der wie uns eigentlich befanden vergessen ließ. Meine Freundin machte sich nach gut zwei Wochen auf in Richtung Süden und ich blieb im Norden. Zusammen mit wunderbaren Menschen, die ebenfalls nicht nur zur raschen Durchreise und Sightseeing dort waren, sondern um dort einige Zeit zu leben. Viele von Ihnen waren nicht zum ersten Mal dort und kamen schon seit einigen Jahren regelmäßig hierher um Kurse, Workshops oder Weiterbildungen zB. im Bereich der Körperarbeit oder des Yogas zu machen. Ich wurde Zeuge emotionaler Wiedersehen von Menschen die sich geplant oder zufällig hier wieder zusammenfanden. Begegnete Menschen allen Alters und aller Nationen und doch verband uns alles etwas. Nicht zu vergessen der clevere Haushund "Loukmou" mit dem 7.Sinn, der einfach immer zu spüren schien wie es einem gerade ging. Das alles führte dazu, dass ich mich schon nach wenigen Tagen so heimisch und wohl dort fühlte, dass auch ich gar nicht mehr weg wollte. Von dort aus ließen sich wunderbare Tages bzw. Mehrerer-Tages Ausflüge zu Seen und Nationalparks in der Umgebung machen wo wir campten, dem Rauschen der Wasserfälle lauschten und das thailändische Essen genossen. Drei Monate blieb ich dort bis ich in ein Flugzeug nach Goa, Indien stieg.
Mein 21. Geburtstag fiel inmitten des dreitägigen Lichterfest Loy Krathong. Das vielleicht schönste Fest das ich je erlebt habe. Drei Tage lang war der Himmel der Stadt von emporsteigenden Lampignons überseht. Hinter jeder Kurve wurde man von einem noch eindrucksvolleren Anblick überrascht. Ein Lichtermeer, wie tausende tiefhängende Sterne.

Zum einen war es wohl die unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Thailänder, die mich so lange haben bleiben lassen. Zum anderen die wunderbaren und interessanten Menschen denen ich an diesem Ort begegnet bin. Menschen, die seit Jahren auf Reisen sind und Reisen Ihren Alltag nennen. Lebenskünstler, die ein Leben führen, von dem ich nicht wusste, dass es möglich sei. Sich von Kunst und Kurzzeitjobs finanzieren, die an einem Ort bleiben wenn er ihnen gefällt und dort irgendeine Aufgabe finden die ihnen Freude bringt. Moderne Nomaden, die alles was sie Besitzen in ihrem Rucksack mit sich führen und die Veränderung leben. Tag für Tag offen für das neue sind. Menschen, die ihre Inspiration im Reisen, in anderen Menschen und Kulturen entdecken und weitergeben. Die die Freiheit lieben und leben und sich ihre eigenen Gesetze machen. - Diese Umgebung und meine eigene Loslösung von Pflichten, Plänen und Ansichten darüber wie das eigene Leben zu verlaufen hat, hat mich für eine Zeit dieses Gefühl von Freiheit spüren lassen. Was es bedeutet den Augenblick zu leben und zu erfahren- sich keine Gedanken über Gestern und Morgen zu machen. Menschen völlig unvoreingenommen und offen zu begegnen und dasselbe von den anderen zu spüren. Zu merken, dass es keinerlei Bedeutung für das eigene Wohlbefinden hat, ob dass, was du tust, sich in deinem Lebenslauf gut macht oder ob es von der Gesellschaft anerkannt wird.

Nach meiner Zeit in Thailand verbrachte ich noch gute vier Monate in Asien. Sich nach dieser Zeit wieder in Europa, in Deutschland, in den alten Gebilden einzufügen, war mehr als schwer. Innerlich habe ich mich dagegen gesträubt und tue es auch heute noch immer ein bisschen und versuche mir meine Innere Freiheit zu bewahren. Das ist nicht immer leicht und bedarf eine Menge Mut, der Streckenweise auch immer mal wieder abhanden kommt und unerreichbar erscheint.

Sunday, July 13, 2014

Die Bereicherung einer Reise

Lange Zeit habe ich mir keinen neuen Dinge zugelegt und lange habe ich auch vom bloggen ferngehalten. Als ich vor gut drei Jahren nach Indien gereist bin, hatte ich nicht mehr als einen 25l Rucksack, eigentlich einen Tagesrucksack, bei mir. Meine Intention dahinter: nur mit dem notwendigsten auszukommen. Und das hat sich gut angefühlt. So gut, dass ich auch danach nichts daran ändern wollte und lieber Dinge, die ich bei meiner Familie untergebracht hatte, loswerden wollte, anstatt neue anzuhäufen. Das lag zum einen an dem guten Gefühl des "wenig Besitzen" und zum anderen an neuen Überzeugungen, die während meiner Reise entstanden sind. Dinge, zu denen ich früher keinen Bezug hatte und mit denen ich mich, aus dem Gefühl heraus, dass sie mich nicht beträfen, nie auseinander gesetzt hatte. In den neun Monaten, in denen ich Unterwegs war und die Welt mit neuen Augen zu sehen gelernt habe, habe ich ein anderes, wohl auch gesünderes Verhältnis zu Äußerlichkeiten entwickelt. Nach meiner Rückkehr war der Gedanke des massiven Konsums eher ein Graus als eine Freude für mich. Nicht nur von Shoppingtouren auch vom Schminken habe ich eine lange Zeit Abstand genommen. Ich habe auf dieser Reise gelernt, dass mein Aussehen nicht über mein inneres Wohlbefinden entscheidet und ich nicht abhängig von Dingen wie Kleidung oder Schminke bin. Und dass es ganze andere Dinge sind die mir wirkliches Wohlbefinden geben. Das soll nicht bedeuteten, dass ich mich früher einzig und allein über mein Aussehen und Kleidung definiert habe, sondern eher dass ich dem Ganzen einen anderen Stellenwert gegeben habe als es vielleicht immer gut für mich gewesen ist. Irgendwann war ich einem Punkt angelangt (und vielleicht geht es da manch einem von euch ähnlich), dass ich niemals ohne Schminke aus dem Haus gegangen wäre. Das war nichts worauf ich stolz war, sondern mich eher störte.

Nach mehr als drei Jahren der "Abstinenz" habe ich langsam begonnen mich wieder mit dem Thema Mode auseinanderzusetzen. Zu dieser Zeit habe ich Kleiderkreisel für mich entdeckt und bin absolut begeistert. Leider lassen sich aber auch Käufe bei den gängigen Ketten wie H&M und Zara, deren Arbeitsbedingungen miserabel und deren Stoffe oft voller Chemie stecken, nicht vollends vermeiden, wenn man nicht wie ein Trutchen aussehen möchte. Der Nachhaltigkeit und Moral wegen, versuche ich mich dort auf das nötigste zu beschränken und wenn möglich Dinge bei Kleiderkreisel, Ebay oder auf Flohmärkten zu erstehen. Nach den Erfahrungen meiner Reise fällt es mir aber deutlich leichter, unnötigem Konsum und Frustrationskäufen (meist um irgendetwas zu kompensieren), aus dem Weg zu gehen. Ich möchte mir keine Dinge kaufen, nur um bei einem Trend dabei zu sein, neue ausgefallene Bilder posten zu können oder um mich besser zu fühlen.
Kleidungsstücke, für die wir uns tagtäglich auf neue entscheiden, spiegeln unser inneres Befinden / unsere Stimmung wider, mit dem wir am Morgen in den Tag starten. Beeinflusst von zuvor erfahrenen Assoziationen & Inspirationen. In diesem Sinne ist Kleidung für mich Ausdruck des Inneren. Eine Form des persönlichen Ausdrucks, die ich nicht mehr missen möchte. Aber es tat mir gut, dies für eine gewisse Zeit getan zu haben. Wohl auch um die Wertigkeit des Ganzen für mich genauer zu hinterfragen und zu verstehen. Ich habe begriffen, das Kleidung ein Ausdruck meiner Kreativität ist, die ständig in Bewegung ist, immer neu entdeckt und in verschiedensten Formen ausgelebt werden möchte.


Rock - Ebay / Schmuck - Indien / Hose - Zara

Münsterland


Manchmal
Manchmal, wenn ein Vogel ruft
oder ein Wind geht in den Zweigen
oder ein Hund bellt im fernsten Gehöft,
dann muß ich lange lauschen und schweigen.

Meine Seele flieht zurück,
bis wo vor tausend vergessenen Jahren
der Vogel und der wehende Wind
mir ähnlich und meine Brüder waren.

Meine Seele wird Baum
und ein Tier und ein Wolkenweben.
Verwandelt und fremd kehrt sie zurück
und fragt mich. Wie soll ich Antwort geben?

Hermann Hesse

Friday, July 11, 2014

la lune et le soleil


Die beiden Oberteile sind meine vielleicht liebsten Kleiderkreisel Errungenschaften der letzten Monate.
Fransenshirt von Zara / La Lune Le Soleil Shirt von Truly Madly Deeply
Rock ist von Zara / Hut und Hose von H&M

Thursday, July 10, 2014

Das einzig beständige im Leben ist die Veränderung

Manchmal, da fürchten wir uns vor ihr. Dann bleiben wir wie erstarrt stehen und wissen nicht wohin. Manchmal weichen sogar zurück, wie ein aufgeschrecktes Reh, zurück einen uns bekannten Ort voller Sicherheit. Doch manchmal überkommt uns ein Verlangen, ein Gefühl, dass nichts in Frage stellt und uns mit einer nie gekannten Kraft erfüllt. Ein Verlangen das die Veränderung gar herbeisehnt und uns spüren lässt, dass wir weiter gehen wollen. Vielleicht an einen fremden Ort, an dem wir uns selbst neu entdecken wollen. Vielleicht ist es das Verlangen nach einer innerlichen Veränderung. Danach, ein Verhaltensmuster abzulegen oder eine Leidenschaft neu zu entfachen und den nächsten Tag wie ein neues Leben zu beginnen. Was auch immer es ist, lass dieses Verlangen nicht ziehen, sondern empfange es mit einer liebevollen Umarmung und gehe mit ihr mit. 
(Einen ausführlicheren und persönlichen Reisebericht werde ich zu Zeiten machen, danach wurde nun schon ein paar mal gefragt. Die Reise war abenteuerlich und zugleich aufwühlend, deshalb braucht das etwas Zeit) 

Ein großes und ehrliches Dankeschön zudem für all die lieben Worte von Euch dort draußen. Ich wünsche Euch nach dieses wechselhaften Tagen eine liebliche Nacht in einem Land voll himmlischer Träume.

Tuesday, July 8, 2014

Was für Tage sind das, an die wir uns erinnern?

Von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr wird unser Leben mit neuen Erlebnissen und Erfahrungen gefüllt. Wenn man die Flut an Dingen, die wir tagtäglich Erfahren und Erleben und die sich so auf unserem Weg angesammelt haben, mal rückblickend betrachtet, scheint es ein riesiges Abenteuer zu sein in dem wir stecken. Kein Moment in dem nichts geschieht. Wie auch immer wir uns fühlen, das Leben lebt weiter und zeigt uns seine Lebendigkeit wo immer wir hinschauen. Manchmal aber empfinde ich dieses  Abenteuer alles andere als aufregend, dann ist mir alles ein kleines Stück zu viel. Zu viele Gedanken, zu viele Empfindungen, zu viele Dinge die um mich kreisen. Und wenn dann ein Regenschauer, so wie er es heute schon seit den frühen Morgenstunden, die Welt zu verlangsamen scheint, fühle auch ich mich ein bisschen verlangsamt. 
Dann durchstöbere ich die festgehaltenen Augenblicke des vergangen Sommers und frage mich was das für Tage sind, zwischen all diesen Tagen, an die wir uns erinnern? Eine schier endlos erscheinende Aneinanderreihung von Tagen, gefüllt mit noch mehr Dingen, die uns berührt und bewegt haben. Was bleibt von diesen Tagen? Beim Blick auf die Bilder, merke ich, dass es für mich die Tage des letzten Sommers waren, an denen ich mich von Sorgen und Gedanken losgelöst in den Tag gestürzt habe und mich einfach habe treiben lassen. Ohne Vorlesungen, ohne Verpflichtungen habe ich die Augenblicke auf mich zukommen lassen und bin mit ihnen mitgetanzt als sie vorüberzogen.
Barfuß, mit tropfendem Eis in der Hand, über den warmen Asphalt laufen.  Mit Kreide den Straßen etwas Farbe einhauchen und einen Eismann damit glücklich machen. In den eiskalten Kanal springen, in der sonne trockenen und sich dabei Geschichten vorlesen. Ziellos mit dem Fahrrad die Gegend erkunden und mit einer analogen Kamera vom Flohmarkt Fotos schießen, ohne zu wissen ob sie überhaupt noch funktioniert. Oh, diese Tage sind hängen geblieben. Nicht nur in meiner Erinnerung, auch in meinem Herzen. Haben mich wochenlang zehren lassen und füllen mich auch jetzt noch, bei dem Gedanken an sie,  mit Wärme und dieser gewissen Ruhe.
Ich möchte mich öfter bewusst für diese Tage entscheiden.



Sunday, July 6, 2014

Neue Heimat

Meine Familie ist vor zwei Wochen umgezogen. Zwar wohne ich nicht mehr zuhause, aber es war mir wichtig, dabei zu sein. Wenn sich die "Heimat" von einem Ort löst und sich an einem anderen niederlässt kann es merkwürdig sein, dies nicht mitzubekommen. Diese Erfahrung habe ich vor gut drei Jahren bereits einmal gemacht, als meine Familie von dem Bauernhof wegzogen ist auf dem ich den größten Teil meines Lebens verbracht habe. Zu dieser Zeit war ich auf Reisen und kam erst zurück als sie schon gut ein halbes Jahr an dem neuen Ort wohnten. Zu einem wirklichen zuhause wurde es nie. Was wohl auch an der Tatsache lag, dass es das Haus meines ehemaligen Freundes war, in dem ich fünf Jahre ein- und ausgegangen bin. Diesmal ist es ein Haus an dem keinerlei Assoziationen hängen und so genügend Raum für einen Neubeginn lässt.

Das kleine Häuschen mit rotem Klinker, alten Holzfenstern, einer Treppe mit knarrenden Dielen und einem bezaubernden Garten  bekam in dem Augenblick, in dem ich es das erste mal betrat, ein Platz in meinem Herzen. Die ungleichen und leicht schiefen Steinplatten geben der Terrasse einen ganz eigenen Charme. Das kleine zugewachsene Gewächshaus, wartet darauf mit Pflanzen belebt zu werden. Und neben Haselnuss- und Feigenbäumen, lädt ein kleiner Teich an der Stelle, wo die Abendsonne den Garten am längsten in Wärme hüllt, zum Müßiggang ein.

Die Freude für meiner Familie, nun dieses freundliche und warme Haus ihre Heimat nennen zu können, ist unbeschreiblich. Ich habe gut eine Woche hier verbracht und als ich den ersten morgen wieder in der Stadt aufwachte, waren meine ersten Gedanken bei dem grünen Garten, in dem es sich so meditativ in den Tag starten lässt. 

Zimmer meiner jüngsten Schwester


Monday, June 30, 2014

Vom Münsterland ins Elbsandsteingebirge

Das Elbsandsteingebirge als Ziel vor Augen, machten wir uns in der Nachts des vorletzten Mittwochs auf den Weg. Hielten, für ein Nachtlager, an dem auf dem Weg gelegenen Edersee an. Erfrischten uns in den Morgenstunden in seinem kühlen Nass. Und wärmten uns mit Kaffee, an den freigespülten Wurzeln eines Baumes, wieder auf.. Fuhren weiter. Mal durch Sonnenfelder, mal durch Nieselregen. Pflückten Blumen an jedem Halt und ließ unseren Strauß von Tag zu Tag wachsen. Ließen uns von der Imposanz der Steinformationen, von der Natur ins Nichts gesetzt, verzaubern. Suchten Unterschlupf in einer Höhle, als ein Regenschauer auf der Spitze des Gebirges über uns hinweg schwebte. Und bestaunten dann die Aussicht auf die Grüne Landschaft und die durch sie hindurchfließende Elbe als die Sonnenstrahlen langsam durch die Wolkendecke hindurch sickerte. Schlenderten einen Abend durch die von der Abendsonne in warmes Licht getauchten Straßen Dresdens. Und den darauffolgenden, durch die süßen Straßen der Altstadt von Pirna. Fieberten in einem liebevoll gestalteten Irish Pub mit den Schweizern mit. Und kochten Abendessen an der Elbe und badeten in ihr am nächsten Morgen mit leichter Gänsehaut.
                       
Ich bin verzaubert von der Zeitlosigkeit dieser Tage. Davon, wie schön es sein kann, wenn man spürt, dass der Weg das Ziel ist. Und davon, sich gemeinsam treiben zu lassen und einfach die Wegabzweigung wählt, die Schönes verspricht.